Inflation, die schleichende Enteignung!

Die Inflation wird eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre werden. Wir hatten eine schleichende Inflation bereits über die letzten 20 Jahre, aber dennoch wurde diese von den meisten Menschen nicht richtig wahrgenommen.

 

Jedoch hatte diese bereits sehr großen Einfluss auf unseren Lebensstandard und auf die Ersparnisse und Vermögen jedes Einzelnen. Wie perfide eine Inflation wirkt, was diese überhaupt ausmacht und welche Auswirkungen die verschiedenen Formen haben können, möchten wir Ihnen im nachfolgenden Artikel erläutern.

Was ist eine Inflation?

Inflation lässt sich vom dem lateinischen Wort „inflare oder inflatio“ ableiten. Inflare wird auch als „Aufblähen“ bezeichnet. In einer Volkswirtschaft bedeutet das, dass sich die Preise von Waren und Dienstleistungen stetig steigern und in diesem Zusammenhang die Kaufkraft des Geldes gemindert wird, da die Lohnsteigerungen geringer ausfallen als die Preissteigerungen.

Es gibt wie eingangs erwähnt verschiedene Arten von Inflation.

Die Gründe für Preissteigerungen liegen meist an einem Ungleichgewicht der Geldmenge und der vorhandenen Waren und Dienstleistungen. Wenn die Geldmengen stärker steigen als die Produktion von Produkten und Gütern, kommt es zu Preissteigerungen. Jedoch sind Preissteigerungen keine Inflation, da die Ursache in den steigenden Geldmengen zu suchen ist. Preissteigerungen sind demzufolge eine Reaktion auf die Inflation (Aufblähung der Geldmenge).

Auswirkungen einer Inflation auf den Lebensstandard

Gehen wir von einer Inflationsrate von 10 Prozent aus, so würden die 1000 Euro nach einer Zeit von 10 Jahren lediglich eine Kaufkraft von 386 Euro entsprechen. Das entspricht einem realen Verlust von 61,4 Prozent!

Der beste Schutz vor Inflation

Die Inflation nagt mit der Zeit an den Ersparnissen und reduziert den Lebensstandard in hohem Maße. Im Endeffekt wird die erarbeitete Lebenszeit eines jeden Menschen schrittweise entzogen, ohne dass diejenigen es merken. Erst zum Ende hin merkt die breite Masse, dass ihre Lebensersparnisse und damit der Lebensstandard zum Ende eines Zyklus wahrscheinlich um mehr als 90 Prozent abgenommen haben.

Um mit der Inflation Schritt zu halten, muss man bei einer zugrunde liegenden Inflation von 10 Prozent entweder pro Jahr 10 Prozent mehr verdienen oder den gleichen Prozentsatz an Mehrarbeit durch eine höhere Wochenarbeitszeit leisten, um den gleichen Standard beizubehalten. Anhand dieser Veranschaulichung wird sehr schnell deutlich, dass das so gut wie unmöglich ist und man irgendwann an seine körperlichen Grenzen stoßen würde. So ist es von größter Bedeutung, in dem jetzt kommenden Szenario seine Geldanlagen genau zu überdenken.

Wie wird die Inflation gemessen?

Geldmengeninflation:

Der Verbraucherpreisindex

Die Grundlage für die Ermittlung des Verbraucherpreisindexes (VPI) in Deutschland bildet der Warenkorb. Dieser Korb besteht aus insgesamt 700 Waren und Gütern sowie verschiedenen Kategorien und 12 Hauptgruppen. Aus diesen gelisteten Produkten werden die Einzelpreise ermittelt und den Haushalten mit entsprechender Gewichtung zugewiesen. Die nachfolgende Grafik soll die Zusammensetzung verdeutlichen. Die prozentualen Anteile der Gewichtung werden über ein Wägungsschema ermittelt und vom Statistischen Bundesamt bereitgestellt. Die Änderungen der Preise innerhalb des Warenkorbes werden im Verbraucherpreisindex erfasst und gelten als Maß für die Teuerung. Diese Methode wird als Inflationsberechnung innerhalb der Volkswirtschaft herangezogen. Dennoch ist hier am Beispiel der Nahrungsmittel anzumerken, dass die Teuerung niemals der realen Inflation entsprechen kann. So werden bspw. Verpackungsgrößen der Lebensmittel geändert, obwohl der Preis der Gleiche bleibt und es hier zu massiven Verzerrungen schon bei einer Kategorie kommt.

Anhand dieser Zahlen sollte jedem klar werden, dass der Verbraucherpreisindex eine Farce ist und nichts im geringsten etwas mit der wahren Inflationsrate gemeinsam hat.

Die Folgen einer Inflation

Die vorhergehende Tabelle macht das Dilemma für den Sparer ziemlich deutlich. Anhand der wahren Inflation zeigt sich, dass die Geldvermögen allein im Jahr 2020 um über 10 Prozent an Kaufkraft verloren haben. Der Sparer bekommt davon in erster Linie nominell nichts mit, da das Guthaben auf dem Konto in dem Sinne nicht weniger wird. Jedoch wird man an der Supermarktkasse die Teuerung feststellen. Damit einhergehend sind für den Erhalt des Lebensstandards 10 Prozent höhere Einnahmen notwendig. Dadurch muss der Sparer als Ausgleich sein Einkommen im gleichen Ausmaß steigern, da er ansonsten über die Inflationssteuer über die Jahre enteignet wird.

Am deutlichsten macht es das Zitat vom Wirtschafts-Nobelpreisträger Milton Friedman:

„Die Inflation ist eine Steuer, die nicht vom Parlament verabschiedet zu werden braucht.“

Durch die Inflation legen auf der einen Seite nicht nur die Preise zu, sondern auf der anderen Seite ebenfalls das BIP und das auch wenn nur ein geringes Wirtschaftswachstum vorhanden ist. Somit lässt sich durch diesen Effekt der Schuldenstand gegenüber dem BIP reduzieren und die Schuldenquote senken. Des Weiteren muss der Staat, wenn die Zinsen niedriger als die Inflationsraten sind, weniger zurückzahlen als er sich geliehen hat, was ebenfalls den Schuldenstand reduziert, (Anleiherenditen rentieren nahe null Prozent, Inflation über 2 Prozent).

Im Grunde genommen werden in einer Inflation diejenigen besser gestellt die Schulden haben, da die nominale Schuldensumme unverändert bleibt, aber real gesehen der Wert davon sinkt, (Beispiel: Steigende Löhne, gleichbleibende Kreditraten).

Dennoch muss man aber bedenken, dass zwar die nominellen Raten gleichbleiben, allerdings steigen die Löhne und Gehälter nicht im gleichen Tempo wie die Inflation. Daher kann es bei kurz auf knapp zugeschnittenen Immobilienkrediten und steigenden Preisen dazu führen, dass die ausstehenden Raten früher oder später nicht mehr bedient werden können! Fazit: Der Staat ist in einem inflationären Umfeld gegenüber dem privaten Bürger stark bevorzugt, da er immer solvent ist, (Solang er von den Bürgern Steuern kassieren kann oder sich ansonsten über die Notenpresse finanziert).

Wie zuvor beschrieben, ist eine Inflation vor allem für den Staat von großem Vorteil, da die Schulden weginflationiert werden. Doch müssen sich die Menschen mit Vermögen positionieren, um nicht still und leise enteignet zu werden.

Wenn auf der einen Seite die Schulden inflationiert werden, müssen auf der anderen Seite die Guthaben ebenfalls schmelzen. Dieser Zusammenhang erschließt sich den wenigsten, da Geld durch Kreditschöpfung ins Leben gerufen wird und die Schulden gleich den Guthaben entsprechen. Würde man alle Schulden streichen, würde es auch keine Guthaben mehr geben!

Durch die Inflation schwindet die Kaufkraft (real betrachtet) unermüdlich. Wenn bspw. ein Guthaben im jetzigen Niedrig- und Nullzinsumfeld zu 0,5 Prozent angelegt wird und die Inflation 2 Prozent beträgt, kommt es zu Nettowohlstandsverlusten von jährlich 1,5 Prozent. Wie wir bereits dargelegt haben, ist die wahre Inflation um einen wesentlichen Prozentsatz höher als die offiziell ausgewiesene, was zu noch größeren Verlusten innerhalb eines Jahres führt.

Die nachfolgende Tabelle führt einem das ganze Dilemma vor Augen:

Sie sehen wahrscheinlich anhand enorm gestiegener Aktien-Indizes, Immobilien, Oldtimern, Gemälden oder an den höheren Mieten, dass die Inflation bereits im täglichen Leben zu spüren ist. Inflation ist nie die Ursache, sondern lediglich das Symptom der seit Jahren andauernden und stattfindenden Geldmengenausweitungen. Mit Sachwerten, speziell mit den monetären Edelmetallen Gold und Silber, erhalten Sie Ihre Kaufkraft und schützen so Ihre erarbeitete Lebenszeit und bauen Vermögen auf. Sachwert schlägt Geldwert! Denn wie bereits oben aufgezeigt, schwindet das Geld auf der Bank dahin, wenn der reale Zins niedriger als die Inflationsrate ist.

Edelmetalle

Um der Enteignung zu entgehen, spielen die Sachwerte und monetären Edelmetalle Gold und Silber eine übergeordnete Rolle. Hierbei sollte vor allem der Vermögensschutz an erster Stelle stehen und Gold das Fundament der Pyramide im Vermögensaufbau bilden. Viele Produkte versprechen zwar eine Goldhinterlegung (ETF oder ETC), sind aber gänzlich ungeeignet, da diese im System bei Banken und Brokern hinterlegt sind. Im Falle einer Pleite besitzt der Anleger immer ein Drittparteirisiko und kann notfalls nicht auf sein Geld zugreifen.

Daher ist es sehr wichtig, den Grundstock im persönlichen Zugriff zu haben, bei dem ein Drittparteirisiko ausgeschlossen werden kann. Das gilt auch für die Verwendung eines Bankschließfaches, welches während einer Systemkrise zu einem ernsthaften Problem führen kann.

Gold hat von allen Anlageklassen das geringste Risiko, da es kein Kontrahenten-Risiko (Drittpartei) gibt. Viele Investoren sagen daher auch, dass Gold keine Zinsen zahlt und daher für Investmentzwecke ungeeignet ist. Aber genau aus dem Grund zahlt Gold auch keine Zinsen! Das Ausfallrisiko ist Null, da Gold immer einen inneren Wert besitzt, was bei Aktien oder Derivaten nicht der Fall ist. Je höher das Risiko einer Anlageklasse, desto höher ist auch die zu erwartende Rendite.

Somit zählt Gold als das sicherste Anlageobjekt überhaupt. Außerdem schützt man sich mit Gold in jeder wirtschaftlichen Krisensituation, egal ob inflationäre oder deflationäre Tendenzen vorherrschen. Die Mutter der Edelmetalle ist sozusagen ein Multitalent, wenn es um den Vermögensschutz geht!

Die nachfolgende Pyramide veranschaulicht das Risiko der einzelnen Anlageklassen sehr deutlich.

Als Inflations-Seismograph diente dabei der Rohstoffsektor, welcher seit November 2020 bereits auf alte Hochs oder darüber hinaus anstieg. Dieser zeigt als Vorlaufindikator, dass nachgelagert die Inflation mit einer Zeit Verzögerung von etwa 6 bis 9 Monaten auch die Konsumentenpreise explodieren lassen wird. Ab dem III. Quartal 2021 könnten für den Verbraucher die Preise deutlich anziehen, da dort die gestiegenen Produzenten- und Rohstoffpreise in die Verbraucherpreise einfließen werden. Gold wird ab dem Zeitpunkt massiv ansteigen (stark negative Realzinsen) und somit als Inflations- und Vermögensschutz dienen.

Das Gold die wahre Inflation widerspiegelt, zeigt auch die jeweilige Betrachtung der Renditen verschiedener Währungsräume. In Euro ist eine jährliche Rendite von 8,8 Prozent in einem Zeitraum von 2001-2020 zu verzeichnen. Wer also seitdem kein Gold in seinem Besitz hatte, musste jedes Jahr Vermögensverluste seiner erarbeiteten Lebenszeit hinnehmen!

Wie entsteht Inflation überhaupt?

Angebotsinflation:

Preissteigerungen aus einer Angebotsinflation entstehen, wenn die Unternehmen aufgrund gestiegener Kosten gezwungen sind die steigenden Preise auf den Konsumenten umzulegen. Dadurch kann es ebenfalls zu einer Lohn-Preisspirale kommen und weiteren Kostendruck nach sich ziehen.

Nachfrageinflation:

Bei einer Nachfrageinflation kommt es kurzfristig zu Preissteigerungen wenn die aufkommende Nachfrage das Angebot nicht decken kann. Dieser Überschuss der Nachfrage wird auch deflatorische Lücke genannt.

Deflation:

Das Gegenteil einer Inflation nennt man Deflation. Bei dieser werden die Geldmengen in einer Volkswirtschaft verringert und es kommt zu rückläufigen Preisen. Sozusagen wären in einer stabilen Wirtschaft mit einer Golddeckung immer rückläufige Preise zu erwarten. Durch einen Goldstandard können die Geldmengen nicht unbegrenzt ausgeweitet werden (Gold lässt sich nicht beliebig vermehren) und durch Innovationen bzw. technische Fortschritte ist das Wachstum der Wirtschaft höher. Es würde zu Nettowohlfahrtsgewinnen für jeden Teilnehmer im Wirtschaftskreislauf kommen und Geld könnte zum Sparen genutzt werden, da es nicht durch weitere Inflation seine Kaufkraft Jahr für Jahr einbüßt.

Die Inflation und seine einzelnen Komponenten, kann man Grafisch mit Hilfe einer Waage darstellen.

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Die Waage soll jedem verdeutlichen, welche Einflüsse auf die Preisbildung wirken. Zum einen haben wir auf der linken Seite zunächst das Angebot bestehend aus Waren und Dienstleistungen und zum anderen, auf der rechten Seite, die Geldmenge mal die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

Anhand der Waage ist sehr leicht zu erkennen, dass wenn beide Seiten ausgeglichen sind, es zu keinen Preissteigerungen oder -rückgängen kommt. Wird jedoch eine Seite wie die Geldmenge erhöht und die Waren und Dienstleistungen halten diesem Anstieg nicht Schritt, dann ist mehr Geld vorhanden als durch die Wirtschaftskraft gedeckt ist.

Somit verteilt sich ein größeres Geldangebot auf ein kleineres Warenangebot und die Preise beginnen zu steigen. Bevor die Inflation sichtbar wird und zu spüren ist, können etwa 6 bis 9 Monate vergehen, da die zugenommene Geldmenge etwa die Zeit benötigt, um richtig im Wirtschaftskreislauf anzukommen. Die Geldmengenausweitung besitzt in diesem Sinne einen Vorlaufindikator für spätere Preiszunahmen.

Durch Corona haben wir jetzt durch die De-Synchronisierung der Lieferketten doppelt preissteigernde Effekte. Auf der einen Seite haben wir die extrem steigenden Geldmengen und durch die Lockdown-Politik ein sinkendes Angebot aus Waren und Dienstleistungen sowie (sehen wir jetzt durch die Öffnung) einen sehr hohen Nachfragedruck durch die Konsumenten. Dadurch kommt zur schon existierenden Geldmengeninflation eine erhöhte Nachfrageinflation vor allem bei Rohstoffen hinzu. Die gestiegenen Kosten werden nun auch wieder von den Unternehmen auf die Kunden umgelegt und man kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt sagen, dass sowohl Geldmengeninflation, Angebots- und Nachfrageinflation zusammen auftreten!

Das Zünglein an der Waage ist hier vor allem die Geldumlaufgeschwindigkeit. Die auch unter dem Namen Umschlagshäufigkeit bekannte Größe gibt an, wie oft die existierende Geldmenge einer Volkswirtschaft im Zeitraum von einem Jahr umgesetzt wird. Dabei kommt die Steigerung dieser Variablen einer Erhöhung der Geldmenge gleich und dementsprechend anders herum ist die Wirkung bei einer sinkenden Geldumlaufgeschwindigkeit.

Dieser Fakt ist nicht zu unterschätzen und kann die Spirale von Preissteigerungen sehr schnell in Gang setzen. Vor allem dann wenn die Bevölkerung merkt, dass das Geld immer weniger Kaufkraft besitzt und es die Menschen so schnell wie möglich gegen andere Dinge des täglichen Bedarfes eintauschen möchten.

Um die Inflationsraten zu errechnen, werden statistische Erhebungen von den Statistikämtern durchgeführt. Als Grundlage für die Berechnung dienen sogenannte Warenkörbe, welche die wichtigsten Güter eines Haushaltes beinhaltet. Diese werden prozentual verschieden gewichtet und damit dann die Inflationsrate bestimmt. Das in Fachkreisen auch als Verbrauchpreisindex bezeichnete zugrunde liegende Rechenmodell weicht jedoch meist von der wahren oder gefühlten Inflation massiv ab.

Das liegt vor allem daran, dass bspw. bei Technik wie Computern oder Fernsehgeräten eine statistische Verzerrung stattfindet. So wirkt sich eine erhöhte doppelte Rechenleistung preismindernd aus, da angeblich der Nutzen des PC´s damit doppelt so hoch ist. Ebenso werden TV-Geräte, die früher doppelt so viel kosteten, wie jetzige neue Geräte, bei gleichen Leistungsmerkmalen, mit einem Preisabschlag von 50 Prozent gehandelt.

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In früher verwendeten Berechnungsmethoden wurde die Inflation mit Hilfe des Geldmengenwachstums evaluiert. Doch diese Handhabung hätte den Politikern und Zentralbankplanern keinen Spielraum für Manipulation geboten. In diesem Zusammenhang hat man zur Inflationsberechnung Warenkörbe erstellt, die beliebig geändert und geschönt werden können.

 

Dadurch wird die wahre Geldentwertung verschleiert und als extrem zu gering ausgewiesen, als das der Fall wäre, wenn man die Geldmenge zugrunde legen würde. Zudem wurden die Berechnungsmethoden im Vergleich zu den 70er-Jahren massiv verändert. Legt man die damaligen Berechnungen zugrunde, nähert es sich der wahren Inflation schon sehr genau an.

Die gefühlte Inflation

Die gefühlte Inflationsrate wird meist von den Verbrauchern viel höher wahrgenommen als die offiziellen Angaben sind. So handelt es sich hier um eine psychologische Wahrnehmung von Teuerungsraten oder auch um ein Bauchgefühl, dass die uns vorgesetzten Inflationsraten nicht der Wahrheit entsprechen.

Die wahre Inflation

Die Berechnung der wahren Inflation wird mit der breit gefächerten Geldmenge M3 abzüglich dem des Wirtschaftswachstums bestimmt. Anhand der nächsten Grafik wurde einmal der Zeitraum von 01/2020 - 02/2021 dargestellt.

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Schulden in einer Inflation

Vermögen in einer Inflation

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Gold

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Darüber hinaus steigt Gold in einer sehr engen Korrelation mit den aufgenommenen Staatsschulden mit und ist in diesem Sinne als Fieberthermometer der Währungen zu sehen. Gold spiegelt die wahre Inflation wieder und bietet den einzig wahren Vermögensschutz. Anhand der folgen Abbildung ist dieser parallele Anstieg von Gold und den Schulden der USA sehr schön zu erkennen. In dieser Grafik ist die extreme Geldmengenausweitung der Corona-Maßnahmen jedoch noch nicht mit inbegriffen.

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Das nachfolgende Zitat soll die Bedeutung von Gold als stabilen Anker in jedem Depot nochmals unterstreichen:

„Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.“

John Pierpont Morgan, US-Bankier 1837-1913

Silber

Silber als der kleine Bruder von Gold hat als Edelmetall gleich zwei bedeutende Rollen zu spielen. Zum einen war es bereits früher richtiges Geld und Zahlungsmittel und zum anderen wird es aufgrund seiner sehr guten physikalischen Eigenschaften zu über 50 Prozent von der Industrie nachgefragt. Dennoch zeigt Silber lediglich nur in Inflationsszenarien seine Stärke und ist in einer Deflation eher ungeeignet.

Jedoch ist Silber absolut inflationssensitiv und steigt in Phasen einer Inflation viel stärker als Gold an. Im Durchschnitt übersteigt Silber das Gold in solchen Phasen um etwa das 2 bis 4-fache. Vor allem im letzten stagflationären Umfeld der 70-er Jahre übertraf Silber den Goldpreis bei weitem.

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Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Preisanstiege beim Silber ist die zunehmende Investmentnachfrage. Diese hat das erste Mal seit Datenerhebung die Industrienachfrage übertroffen und wird die kommenden Jahre in einem massiv inflationärem Umfeld weiter zunehmen und somit ein Angebotsdefizit am Silbermarkt auslösen, was zu weiteren starken Preisanstiegen beim Silber führen sollte.

Dennoch ist Silber sehr volatil und nicht als Kerninvestment für jeden geeignet, da es nach starken Anstiegen meist zu heftigen Korrekturen kommt und man als Investor ein sehr gutes Timing für Verkäufe mitbringen sollte.

Platin und Palladium

Das Edelmetall Platin gehört zu den zyklischen Metallen, welches vor allem in der Industrie als Katalysator bei Dieselfahrzeugen Anwendung findet. Zudem ist Platin auch als Schmuck sehr begehrt. Das Angebot kommt zu 73 Prozent aus den Minen Südafrikas und zu 14 Prozent aus russischen Bergwerken.

Auch Palladium ist hauptsächlich ein Rohstoff, welcher in der Industrie als Katalysator für Benzinmotoren und in der Medizintechnik verwendet wird. Das Angebot stammt mit 42 Prozent Großteils aus Russland und zu 37 Prozent aus Südafrika. Der Rest wird in Australien gewonnen.

Bei den beiden Edelmetallen handelt es sich sehr um zyklische Investitionsmöglichkeiten, weshalb die Preise sehr von der Industrienachfrage bestimmt werden. Es sind in dieser Hinsicht keine Geldmetalle die während hoher Inflation von Investoren als Vermögensschutz nachgefragt werden. Gerade jetzt ist vor allem Palladium aufgrund einer hohen Nachfrage besonders preisintensiv und es herrscht ein Angebotsdefizit am Markt. Dieses kann sich jedoch wieder sehr schnell ändern, da die Industrie durch die hohen Preise Palladium wahrscheinlich wieder durch Platin substituieren wird.

Doch sollte man sich bei einem Investment bewusst machen, dass bei einer Anlage in Platin und Palladium die volle Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent zu Buche schlägt. Somit bietet sich eine Investition vor allem in sogenannten Zollfreilagern an, da dort ohne Mehrwertsteuer gekauft werden kann. Das Gleiche gilt übrigens auch beim Silber, wobei man dort auf ausländische Münzen zurückgreifen kann, welche differenzbesteuert sind (Steuer lediglich auf den Spread bezogen).

Also eignen sich die beiden Edelmetalle nur bedingt für einen Inflations- und Vermögensschutz. Doch bietet gerade Platin aus unserer Sicht von den beiden Metallen noch die größten Chancen, da das Palladium-Platin Ratio auf einem absoluten Tiefststand von derzeit 1 zu 0,42 gefallen ist. In der Spitze lag dieses Ratio einmal bei 1 zu 6. Sozusagen ist Platin aus dieser Sicht gegenüber Palladium völlig unterbewertet und steht in den nächsten Jahren vor großen Anstiegen.

Fazit: Platin ist gegenüber Palladium vorzuziehen, da es als Investition das höhere Potential aufweist.

Aktien

Standardaktien

Für viele zählen Aktien zu einer Standardabsicherung gegenüber der Inflation, doch ist dieses ein sehr trügerischer Fehler und sehr viele Anleger fallen auf diese monetäre Illusion an den Aktienmärkten herein. Selbst als die Inflation in den letzten 20 Jahren einen schleichenden Charakter innehatte, kann man in der nächsten Grafik sehen, dass selbst der stark diversifizierte MSCI World seit dem Jahr 2000 nur eine Rendite von 145 Prozent erzielen konnte. Demgegenüber steht Gold mit einer Performance von gut 600 Prozent! Selbst das Investmentvehikel von Warren Buffet und seiner Berkshire Hathaway kommt lediglich auf 515 Prozent.

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Gold ist unterdessen nach einem Jahr abgeltungssteuerfrei und es fallen keine jährlichen Gebühren an. Auch zeigt Gold in einer starken Inflation seinen wahren Vermögensschutzcharakter. So bspw. in Venezuela, wo in Zeiten der Hyperinflation der Aktienmarkt zwar nominell explodierte, doch wenn man diesen real in Unzen Gold gemessen hatte, war ein Verlust weit über 90 Prozent zu verbuchen.

Klar gab es sehr starke Einzelaktien aus dem Tech-Bereich, die Gold weit in den Schatten stellten, doch haben diese mittlerweile Bewertungen erreicht, die fernab jeder ökonomischen Realität stehen. Am Standardaktienmarkt sehen wir in einem stagflationären Umfeld das Phänomen wie in Venezuela auf uns zukommen. Gegenüber Gold werden die Standard-Aktienmärkte massive Verluste (real) zu verzeichnen haben und sind als Vermögensschutz mit Vorsicht zu genießen.

Minenaktien

Minenaktien bieten in diesem inflationären Umfeld eine sehr hohe Chance, wenn nicht sogar eine Jahrhundertchance. Vor allem Aktien aus dem Junior- und Explorationsbereich sind im Vergleich zu den Seniorminentiteln noch sehr unterbewertet. Anhand des HUI-Gold Ratio sieht man deutlich, dass das absolute Paniktief Ende 2015 erreicht wurde. Der NYSE Arca Gold BUGS Index beinhaltet derzeit die 21 größten ungehegden Goldminenunternehmen.

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Noch immer tendieren diese Aktien im Bewertungsvergleich zum Gold auf einem 50-Jahrestief. Zum 1.06.2021 lag das Ratio bei 0,17. Im Hoch 2003 und 2007 wurden im Hoch 0,6 erreicht. Bei der nächsten und finalen Aufwärtsbewegung können sicher in der Spitze 0,8 oder auch bei Manie-Phasen 1,0 erreicht werden. Aufgrund der extremen Marktmanipulationen der Zentralbanken an den Zins und Anleihemärkten sowie durch die extreme Flutung mit billigen Geld an den Aktienmärkten wird sich diese Feder zu einem der größten Goldminenaktien-Haussen der letzten Jahrzehnte entwickeln und dabei unglaubliche Renditen abwerfen können. Mikro- und Smallcap Goldminenaktien bieten nochmal einen zusätzlichen Hebel auf die bereits unterbewerteten großen Unternehmen.

Dennoch muss man sich auch das Risiko bewusst machen, da es durch äußere Umstände wie Finanzierungsprobleme oder politischen Risiken zu einem Totalverlust kommen kann. Um die Risiken zu minimieren, muss man das Portfolio sehr breit streuen. Allerdings ist das Chancen Risiko Verhältnis in diesem Sektor exzellent und mit Erfahrung ist es möglich, die besten Aktien herauszufiltern, um bösen Überraschungen bereits im Vorfeld aus dem Weg zu gehen.

Nicht nur bei den Goldminen ergeben sich diese Chancen, sondern der allgemeine Rohstoffmarkt ist gegenüber dem Aktienmarkt mit einer noch nie dagewesenen Unterbewertung zum Ansteigen verdammt. Hier sehen wir genauso wie bei den Goldminenaktien Bewertungen, die so niedrig sind wie Jahrzehnte nicht mehr.

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Immobilien

Bei den Immobilien sieht es fast genauso aus wie bei den Aktien. Wir befinden uns an einem finalen Top, welches evtl. in einem letzten blow-off (nominal gesehen) weiter steigen könnte. Doch real in Unzen Gold bewertet, haben auch hier die meisten reale Verluste hinnehmen müssen und hätten mit Gold weitaus höhere „Renditen“ fahren bzw. ihre Kaufkraft erhalten können. Die nächste Abbildung zeigt verschiedene Assets im Vergleich.

Gegenüber Gold haben die Immobilien einen realen Verlust von knapp 30 Prozent erwirtschaftet. Schaut man sich jedoch den Real-Estate Index an, wird die Diskrepanz noch deutlicher. So stieg Gold seit dem Juli 2000 um 574 Prozent und der Immobilienindex konnte lediglich um 168 Prozent zulegen!

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Immobilien bieten dem Anleger natürlich entsprechende Mietrenditen und einen dementsprechenden Cashflow, welche Gold dem Investor nicht bieten kann. Gold zahlt in diesem Sinne keine Zinsen, was jedoch daran liegt, dass es keinerlei Risiko besitzt und nach einem Jahr steuerfrei veräußert werden kann. Außerdem kann es anonym erworben oder in Zollfreilagern außerhalb von Deutschland verwahrt werden, damit der Staat keinen Zugriff auf das Vermögen besitzt. Bei Immobilien sieht das ganz anders aus, da diese im Grundbuch eingetragen sind und jederzeit einer Besteuerung unterzogen werden können.

Immobilien sind wie der Name schon sagt immobil und können nicht aus dem Land transferiert werden. Es wurde damals nach dem Krieg das Lastenausgleichsgesetz, (LAG) vom 14. August 1952 in Kraft gesetzt. Das sollte denen zu Gute kommen, welche nach dem Krieg sehr hohe Vermögensverluste hinnehmen musste. Als Grundlage dieser Abgabe wurde der Vermögensstand am 21. Juni 1948 herangezogen. Aufgrund dessen erfolgte dann ein Lastenausgleich auf Immobilien in Höhe von 50 Prozent des Vermögenswertes. Diese Abgabe musste über 30 Jahre an einen staatlichen Fonds mit 120 quartalsmäßigen Raten abgeführt werden.

Dieser Umstand wird auch den jetzigen Immobilienbesitzern widerfahren, um die „C-Krise“ zu bewältigen. Leider wird die Pandemie als Sündenbock büßen müssen, damit die Politik von der eigentlichen Ursache einer Geldsystemkrise ablenken kann. In der Regel wiederholen sich solche „Krisen“ aller 80 bis 90 Jahre und es kommt in diesem Zusammenhang zu Zwangsbesteuerungen, Vermögensabgaben, Hyperinflationen mit anschließender Währungsreform.

Die Gesetze wurden still und leise von Seiten der Politik längst implementiert. So nachzulesen im Gesetz zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts Artikel 21. Dieses Soziallastenausgleichsgesetz wurde bereits am 12.12.2019 verfasst und soll entsprechend zum 01.01.2024 Inkrafttreten.

Fazit und Anlagestrategie von Mineinvestment!

Wer im jetzigen Umfeld Immobilien in Deutschland besitzt, sollte gut darüber nachdenken, ob er diese doch nicht lieber veräußern möchte. Damit ist es derzeit noch möglich zu Höchstpreisen verkaufen zu können, um sich vor einer Zwangsabgabe zu schützen. Gerade der Rohstoffbereich und die Edelmetalle sind gegenüber Immobilien und Aktien mehr als unterbewertet und stehen vor historischen Anstiegen. Mit dem Wechsel der Anlageklasse in eine andere Vermögensspeiche können jetzt historische Chancen wahrgenommen werden. Damit könnte es später die Möglichkeit geben, viel mehr Aktien oder Immobilieneigentum wie davor zu besitzen.

Kluge Anlageentscheidungen können jetzt zu einem Generationenvermögen führen. Dafür muss der Investor für antizyklisches agieren bereit sein, da sich die zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien) alle in einer Blase befinden. Lediglich die Rohstoffe befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt in einer Antiblase und haben massives Aufwärtspotential.

Allem voran bieten die Edelmetalle im Vergleich zur stark gestiegenen Geldmenge noch sehr gute Einstiegsmöglichkeiten. Vor allem im Minen- und Bergbaubereich ergeben sich massive Chancen bei den Junior- und Explorationsaktien, da diese im Vergleich zu den großkapitalisierten Minenunternehmen und Unterbewertung von 80 Prozent aufweisen.

Hier können teilweise Renditen von 10, 20, 50 oder sogar dem 100-fachen des Einsatzes erzielt werden.

Glänzende Grüße

Ihr Team von Mineinvestment

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Wahre Inflation = Geldmengenwachstum - Wirtschaftswachstum

Realer Zins = nominaler Zins (auf der Bank) – Inflation (Geldmengenausweitung)

 

„Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – null."

-Voltaire-